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Wofür steht eigentlich das FSC-Siegel?

Spekulatiusformen und Spekulatiusteig

Wir bei Die Holzwarenfabrik lieben Holz! Der nachwachsende Rohstoff ist vielseitig, immer einzigartig und auf natürliche Weise langlebig – und damit ein Star in Punkto Nachhaltigkeit. Bevorzugt verwenden wir Hölzer aus einheimischer Forstwirtschaft und legen Wert auf die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards bei der Produktion. Das bestätigt das FSC-Siegel vieler unserer Produkte. Doch was genau bedeutet diese Zertifizierung und welche Standards sind gemeint? Das erfährst du hier!

Nachhaltige Forstwirtschaft

Das Prinzip der nachhaltigen Forstwirtschaft beinhaltet die nachhaltige und ressourcenschonende Nutzung des Waldes. Im Mittelpunkt steht der Erhalt der natürlichen Regenerationsfähigkeit des Waldes, auch wenn er als Rohstofflieferant genutzt wird. Das funktionierende Ökosystem Wald soll durch die Bewirtschaftung nicht beeinträchtigt werden.

Ein gesunder Wald bietet einer großen Vielfalt von Insekten, Tieren und Pflanzen ein Zuhause. Das empfindliche Gleichgewicht dieses Ökosystems hängt auch vom so genannten „Totholzbestand“ ab. Totholz, also sich natürlich zersetzende Bäume, ist Lebensraum und ökologische Nische von unzähligen Insekten- und Tierarten und ein großer Faktor für die Artenvielfalt im Wald. Bei nachhaltiger Forstwirtschaft wird trotz der Bewirtschaftung der Wälder auf einen angemessenen Bestand an Totholz geachtet, um natürliche Lebensräume zu erhalten und die Artenvielfalt zu fördern. So wird sichergestellt, dass bewirtschaftete Wälder nicht nur kurzfristig Erträge abwerfen und nach unsensibler Abholzung Brachlandschaften hinterlassen, sondern dass eine dauerhafte und umweltverträgliche Forstwirtschaft möglich wird.

Ein gesunder Wald beinhaltet viele verschiedene Baum- und Pflanzenarten. Diese Vielfalt der Natur und der nachhaltigen Forstwirtschaft bilden wir auch in unserem Sortiment ab: bei uns findest du Produkte aus Buchenholz, Walnuss oder auch Eschenholz, die aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen.

Das FSC Siegel

FSC bedeutet Forest Stewardship Council und bezeichnet eine Nicht-Regierungsorganisation, die mit ihrem Siegel für nachhaltige, wirtschaftliche und sozial verträgliche Bewirtschaftung von Wäldern steht. Gegründet wurde der FSC im Jahr 1993 in Brasilien und ist heute in mehr als 80 Ländern vertreten. Die Vergabe des Siegels erfolgt durch unabhängige Drittstellen, die die Einhaltung der vorgegebenen Standards mindestens einmal jährlich kontrollieren.

Ziel ist die Realisierung einer langfristigen, nachhaltigen Waldwirtschaft, die Erträge sichert und doch Bestände für künftige Generationen erhält. Weltweit sind etwa 200 Millionen Hektar Wald FSC zertifiziert und werden nachhaltig und ökologisch schonend bewirtschaftet.

Der FSC unterscheidet dabei eine Wald- und eine Produktkettenzertifizierung. Während erstere die reine Forstwirtschaft eines Waldes nach strengen Kriterien zertifiziert, steht das Produktkettensiegel für die Einhaltung aller Standards während der gesamten Produktionskette. So ist nicht nur sichergestellt, dass die Wälder ökologisch und ökonomisch nachhaltig bewirtschaftet werden, sondern dass auch in der Weiterverarbeitung der Hölzer soziale und ethische Standards eingehalten werden. Dies beinhaltet unter anderem Themen wie Gleichstellung, Gewährung von erweiterten Arbeitsschutzstandards, Weiterbildungsmöglichkeiten, interne Mindestlöhne und soziale Absicherung der Mitarbeitenden.

Das FSC-Siegel steht somit nicht nur für eine nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern, sondern auch für eine soziale Verantwortung. Für ein rundum gutes Gefühl bei dem Erwerb von Holz und Holzwaren!

Das Ökosystem Wald

Nicht umsonst werden die Wälder der Erde die „grüne Lunge“ des Planeten genannt. Das Ökosystem Wald spielt eine wichtige Rolle als Sauerstoffproduzent und CO2-Speicher. Etwa 30 % unserer Landfläche sind von Wald bedeckt.

Als Wald bezeichnet man per Definition eine Ansammlung von Bäumen, die dicht zusammenstehen. Doch das Ökosystem Wald macht mehr aus als eine reine Anzahl an Pflanzen.

Das Ökosystem Wald zeichnet sich durch ein besonderes Klima aus, welches die Grundlage für die Artenvielfalt im Wald legt. Die Temperaturen schwanken innerhalb des Waldes nicht so stark wie außerhalb. Im Sommer ist es kühler als in der Umgebung. Dies liegt zum einen am Blätterdach, das Sonneneinstrahlung abhält, zum anderen an den großen Wassermengen, die im Boden gespeichert sind und verdunsten können. Im Winter hingegen ist es im Wald immer etwas wärmer. Der Wald sorgt dafür, dass die vom Erdboden abgegebene Restwärme sich nicht einfach verflüchtigt.

Im Wald ist außerdem die Luftfeuchtigkeit erhöht und es ist weniger windig. Jeder Wald hat sein eigenes Klima, je nachdem, wie die Zusammensetzung von Laub- und Nadelbäumen ist, wie alt der Wald ist und wie viel Niederschlag es gibt.

Innerhalb von Wäldern entstehen so artenreiche Pflanzen- und Tierwelten. Man schätzt, dass in deutschen Mischwäldern über 4000 Pflanzen und mehr als 6000 Tier- und Insektenarten heimisch sind. Neben den Bäumen beherbergt der Wald auch unzählige Moos-, Gras- und Straucharten. Diese werden als lebende Pflanzen, aber noch mehr in abgestorbenem Zustand von Insekten, Pilzen und Bakterien zersetzt und verwertet. So gelangen ihre Nährstoffe wieder in den Kreislauf des Waldes zurück.

Davon profitieren auch die unzähligen Tierarten, die den Wald ihr Zuhause nennen: Insekten wie Käfer, Ameisen und viele Spinnenarten, Reptilien wie kleine Eidechsen sowie viele Vogel- und Säugetierarten. Einheimische Wälder beherbergen Fledermäuse, Eulen, Rehe, Maulwürfe und Füchse genauso wie den Specht, die Blindschleiche und Wildschweine. Zwischen Flora, Fauna – und auch innerhalb der Fauna – gibt es komplexe Nahrungsketten, die in sich geschlossen sind und das Ökosystem Wald mittragen.

Der Wald ist aber auch ein Ort der Entspannung und Ruhe für viele Menschen. Die angenehme Luft im Wald, die zarten Geräusche und die beeindruckende Optik der hochgewachsenen Bäume haben eine entspannende und beruhigende Wirkung. Zahlreiche Studien belegen, dass der Aufenthalt im Wald wohltuend auf die Atemwege wirkt und das Nervensystem nachhaltig zu beruhigen vermag.

Also nichts wie ab in den Wald! Ein gemütlicher Spaziergang auf dem weichen Boden tut gut und hat zahlreiche positive Effekte. Und gleichzeitig kannst du das perfekt funktionierende Ökosystem Wald bewundern, das uns bei achtsamer und nachhaltiger Beforstung den nachhaltigen Rohstoff Holz schenken kann, genauso wie er uns als Ort der Erholung und Ruhe dient.

Der Wald schenkt uns also nicht nur den nachhaltigen Rohstoff Holz, sondern auch eine unvergleichliche Artenvielfalt, Ruhe und Erholung. Beim nächsten Waldspaziergang einfach mal Augen und Ohren offenhalten und den Wald mit allen Sinnen erfahren! Und sich zu Hause dann an den schönen und nachhaltigen Holzwaren von Die Holzwarenfabrik erfreuen, die nicht nur funktional, sondern mit ihrer natürlichen, warmen Optik auch ein echter Hingucker in jedem Haushalt sind!


08.12.2020

Tina