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Selbstgemacht! Gewürzsalz und Marinade: köstliche Abwechslung für Fleisch, Fisch und Gemüse

Spekulatiusformen und Spekulatiusteig

Mit Gewürzen bringst du Abwechslung in deine Küche! Die richtigen Gewürze heben die Aromatik deiner Speisen hervor, verfeinern sie oder machen ein Gericht geschmacklich erst richtig rund. Wir werfen einen Blick auf die Geschichte des Gewürzhandels und verraten dir, wie du mit wenigen Zutaten ein köstliches Gewürzsalz und eine aromatische Marinade selber machen kannst!  

Gewürze und ihre Geschichte: die einst wertvollste Handelsware waren Gewürze

Das wohl einfachste und doch unverzichtbarste Gewürz ist das Salz. Belege für die Verwendung von Salz als Würz- und Konservierungsmittel finden sich schon im Altertum, einer Zeitspanne, die im 4. Jahrtausend vor Christus beginnt und bis ins frühe Mittelalter reicht. Römer und Griechen gewannen ihr Salz durch das Trocknen von Meerwasser, während die Kelten Salz aus dem Abbau im ältesten bekannten Bergwerk der Welt in Hallstatt gewannen.

Salz war ein bedeutendes Handelsgut, welches salzreichen Regionen Reichtum brachte und einen florierenden Handel begünstigte. Es gab Salzhandelsstraßen, auf denen das kostbare Gut in salzarme Regionen transportiert und verkauft wurden. Salz war hoch besteuert und teuer: Unverzichtbar zur Haltbarmachung von Fleisch, Fisch und anderen Lebensmitteln und zum Würzen brachte es einigen Handelsstädten großen Reichtum, wie etwa Lübeck, Venedig und Genua und wurde auch als Zahlungsmittel genutzt. Die Römer bezahlten ihre Legionäre eine Zeit lang mit Salz; daher stammt auch der heute noch geläufige Begriff des „Solds“.


Über die Seidenstraße nach Europa: exotische Gewürze

Andere Gewürze wie Pfeffer, Nelke, Kardamom und Muskat kamen erstmals über die Seidenstraße nach Europa und wurden zum Statussymbol. Sehr selten und teuer wurden sie nicht nur zum Würzen, sondern auch als Parfum und edle Tauschware verwendet. Über weite Handelswege von Indien über Konstantinopel bis ins römische Reich kamen die exotischen Gewürze über Jahrhunderte nach Europa. Mit den Kreuzzügen und der Entdeckung des Seewegs nach Indien wurde die Vielfalt an Gewürzen und deren Bedeutung für den Handel immer größer. Vanille, Chili und Zimt fanden Einzug nach Europa und sorgten für die Entstehung der neuer Gewürzhandelsmachten Portugal und den Niederlanden. Letztere übernahmen das Monopol mit kriegerischen Mitteln und blieben bis ins 18. Jahrhundert die Weltmacht auf dem Gewürzmarkt und die Schnittstelle zwischen den produzierenden Ländern und Europa, überwachten die Verfügbarkeit und bestimmten damit die Preise. Erst mit der abenteuerlichen Entführung von Nelken- und Muskatsetzlingen durch einen Franzosen, deren erfolgreichen Anbau auf französischem Kolonialgebiet und der daraus folgenden höheren Verfügbarkeit dieser Gewürze wurden exotische Gewürze auch für die breitere Bevölkerung erschwinglich und der Handel mit ihnen war nicht mehr monopolisiert.

Die Geschichte von Gewürzen ist also nicht nur eine kulinarische Weltreise, sondern auch ein wahrer Handelskrimi!

Gewürzsalz selber machen

Gewürzsalz ist eine einfache und schnelle Hilfe, deine Gerichte immer wieder neu zu aromatisieren. Es kombiniert die Würzkraft des Salzes mit den ätherischen Ölen der zugegebenen Gewürze in einem Schritt. Du kannst Gewürzsalz ganz nach deinem Geschmack selber herstellen. In einem hübschen Glas verpackt eignet es sich hervorragend als kleines Geschenk oder Mitbringsel.

Gewürzsalz besteht aus einem meist groben Salz mit etwas Restfeuchte, also einem Meersalz oder Fleur de Sel, und den ausgewählten Aromagebern Gewürzen, Kräutern, Orangenschale oder Zitronenzesten. Die Restfeuchte des Salzes hilft hierbei, die Aromen der zugegebenen Kräuter und Gewürze besser und gleichmäßiger aufzunehmen. Das Mischungsverhältnis sollte je nach Kombination bei 80 % – 90 % Salz und 10 %– 20% Gewürzen liegen. Die Intensität kannst du mit dem Mischungsverhältnis ganz nach deinem Geschmack festlegen.

Die Kräuter für das Gewürzsalz kannst du im schon getrockneten Zustand zugeben. Oder du trocknest das fertig gemischte Salz hinterher selbst im Ofen, damit es lange haltbar und aromatisch bleibt. Wir von Die Holzwarenfabrik haben uns bei unserem Zitronen-Thymian Gewürzsalz für letztere Option entschieden!

Zitronen-Thymian Gewürzsalz

Die Kombination unseres Gewürzsalzes aus der leichten Zitronennote und dem ätherischen Aroma des Thymians lässt uns sofort von Sonne, Frankreich und Abendessen im Garten träumen. Zitronen-Thymian Gewürzsalz passt perfekt zu Ofenkartoffeln, Hähnchen und Fisch! Einfach nach dem Garen etwas der Mischung über das Essen geben und genießen.

Um dein eigenes Gewürzsalz herzustellen, brauchst du:

  • 100 g grobes Meersalz

  • etwas Abrieb von einer Bio-Zitrone 

  • 4 Stängel frischen Thymian

  • eine Reibe

  • Mörser mit Stößel

Zupfe vom Thymian die Blätter ab und lege sie beiseite. Nun reibst du die Schale der Bio-Zitrone vorsichtig ab, ohne bis an das Weiße unter der Schale zu gelangen, denn dies schmeckt bitter. Das grobe Meersalz in den Mörser geben und in die gewünschte Größe zerreiben. Vermenge nun den Zitronenabrieb vorsichtig mit dem Meersalz. Die Mischung auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ausbreiten und die Thymianblätter gleichmäßig darüber streuen. Das Salz im Backofen bei 50 Grad Ober- und Unterhitze etwa eine Stunde trocknen lassen. Die Ofentür dabei ab und an kurz öffnen, um überflüssige Feuchtigkeit entweichen zu lassen. Fertig!

Bewahre dein Gewürzsalz am besten in einem kleinen Weckglas auf, so ist es vor Feuchtigkeit und fremden Aromen geschützt und du kannst es wunderbar mit auf den Tisch stellen, um individuell nachzuwürzen.

Fleisch selber marinieren: schnell und einfach 

Selbst mariniert schmeckt Fleisch noch besser! Marinaden geben eine kräftige Gewürznote und machen das Fleisch besonders zart. Doch was genau ist eigentlich eine Marinade?

Marinade ist die Bezeichnung für eine stark gewürzte Sauce, die vor dem Garen auf das Fleisch oder den Fisch gegeben wird und für eine kraftvolle Aromatik und das Zartwerden des Garguts sorgt. Marinade besteht aus den Hauptkomponenten Öl, einer Säure wie etwa Essig, Wein oder Zitronensaft, und Gewürzen. Das Öl dient als Geschmackträger und verhindert das Austrocknen, während die Säure die Fleischfasern auflockert und sie zart macht. Besonders fürs Grillen oder Kurzbraten eignet sich das Marinieren von Fleisch, da sich seine Garzeit durch das vorherige Marinieren verkürzt. So kommst du schneller zum Genuss!

Salz ist in Marinaden nur wenig oder gar nicht vorhanden, da es dem Fleisch Wasser entziehen würde. Damit dein Fleisch die Marinade gut aufnehmen kann, legst du es am besten einige Stunden vor dem Braten, Grillen oder Garen ein. Du kannst die Marinade auch nur auf einer Seite mit einem Backpinsel von Die Holzwarenfabrik auftragen und so für eine partielle Würze sorgen.

Um dir die Wartezeit bis zum nächsten Grillfest zu verkürzen, haben wir eine tolle Marinade für Hähnchen, Pute oder Schweinefleisch für dich, die du ganz einfach selbst herstellen kannst und die einfach köstlich schmeckt! Du brauchst für unsere


Honig-Senf Marinade

  • 100 ml Olivenöl

  • 2 TL Senf

  • 2 TL flüssigen Honig

  • Saft einer Bio-Zitrone

  • 1 Schalotte

  • 1 Knoblauchzehe

  • Pfeffer, eine Prise Salz

Die Schalotte und die Knoblauchzehe sehr fein würfeln und die Bio-Zitrone auspressen. Alles Zutaten bis auf das Olivenöl in einer Schüssel zusammenmengen. Den Honig kannst du wunderbar mit einem Honiglöffel aus Holz zugeben, so kleckert nichts!

Das Olivenöl langsam zugießen und mit einer Gabel stetig unterrühren. Fertig!

Zum fertig marinierten Fleisch passt besonders gut ein knackiger Salat und etwas lockerer Reis.

Wie du siehst, kannst du mit Salz, Kräutern und Gewürzen ganz einfach viel Abwechslung in deine Küche bringen. Und damit stehst du in der Tradition von vielen Jahrhunderten Gewürzgeschichte! 


15.02.2021

Tina